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Energiegel selber machen: günstiger, verträglicher, und ehrlich gesagt besser

Energiegel selber machen: günstiger, verträglicher, und ehrlich gesagt besser

22. Februar 2026

Kommerzielle PowerGels kosten zwischen 2 und 4 Euro das Stück. Ich mache meine seit einem Jahr selbst – günstiger, magenfreundlicher, und ehrlich gesagt besser.

Kein Verdauungsproblem seitdem. Kein einziges. Und das Beste: die schmecken wirklich gut. Nicht nach Zahnarztpaste oder künstlichen Aromen, sondern nach dem was drin ist.

Was du brauchst

  • Maltodextrin (~6–10 € für 1 kg auf Amazon)
  • Agavendicksaft
  • Zitronensaft (frisch presst sich besser)
  • Eine Prise Salz
  • Optional: Honig – macht es runder im Geschmack
  • Optional: 1–2 Espressos für Koffein auf langen Ausfahrten
  • Wiederverwendbare Quetschies (150–200 ml)

So geht's

  1. 50–100 ml Wasser in den Topf – gerade so viel, dass der Boden bedeckt ist
  2. Maltodextrin rein, niedrige Stufe anmachen
  3. Agavendicksaft, Zitronensaft und Salz dazu
  4. Schneebesen nehmen und rühren – Maltodextrin klumpt schnell, also nicht aufhören
  5. Immer wieder Maltodextrin nachgeben bis die Masse geliger wird – zwischendurch probieren und nach Geschmack anpassen
  6. Wer mag: Honig und Espresso dazu
  7. Kurz erhitzen bis alles glatt ist – muss nicht kochen
  8. In Quetschies abfüllen, auskühlen lassen, fertig

Ergibt: je nach Menge 5–10 Portionen à 150–200 ml. Ich nehme immer zwei mit pro Ausfahrt.

Warum es funktioniert – und warum es schmeckt

Maltodextrin ist leicht verdaulich, weil es aus einer einzigen Kohlenhydratquelle besteht. Kein Fructose-Glucose-Gemisch wie in den meisten Fertiggels, das bei vielen Magenprobleme verursacht. Dein Körper kann es schnell aufnehmen, ohne große Verdauungsarbeit – ideal auf dem Rad.

Der Geschmack kommt vom Verhältnis: Agavendicksaft bringt eine milde Süße, Zitrone gibt Frische und etwas Säure, Honig macht es runder. Salz rundet ab und ersetzt die Elektrolyte. Kein Farbstoff, kein künstliches Aroma – du schmeckst, was du reingibst.

Das Maltodextrin selbst schmeckt nach fast nichts, was ein Vorteil ist: du bestimmst das Aroma komplett selbst. Wer es fruchtiger will, gibt mehr Zitrone rein. Wer es süßer will, mehr Honig. Wer auf Koffein steht, zwei Espressos – man merkt ihn.

Kostenpunkt: bei 6 € pro kg Maltodextrin und ein bisschen Agavendicksaft liegst du bei unter 30 Cent pro Portion. Für einen Bruchteil eines Gel-Vorratspakets.

Weniger Müll. Nebenbei.

Jedes kommerzielle Gel kommt in einer Plastikverpackung. Bei 2–3 Gels pro Ausfahrt sind das im Jahr schnell über 100 Einwegwrapper. Nicht dramatisieren – aber auch nicht einfach ignorieren.

Die Quetschies sind wiederverwendbar. Ausspülen, nachfüllen, fertig. Kein Folienabfall nach jeder Ausfahrt. Es ist kein Grund allein, das selbst zu machen – aber ein angenehmer Nebeneffekt.